20 Jahre BlueCare AG 

Philip Baumann, Gründer, VR-Delgierter und CEO der BlueCare AG bis April 2015

 «Es ist bis heute erstaunlich, was die Vision zur besseren Vernetzung des 

 Gesundheitswesens in 20 Jahren hervorbrachte. Die Strukturen und 

 Dienstleistungen, welche die BlueCare aufbauen helfen durfte, behaupten 

 sich bis heute. Das ist nicht nur der Stolz der Pioniergeneration sondern 

 bleibt auch eine faszinierende Perspektive.» 

 
Rückblick

 Mit Managed Care und eHealth gewachsen 

In den vergangenen 20 Jahren durchlief das Gesundheitswesen der Schweiz grosse Veränderungen – die BlueCare war stets mittendrin. Peter Bettoni, Verwaltungsratspräsident, blickt zurück.
Peter Bettoni
Verwaltungsratspräsident BlueCare AG,
Rechtsanwalt Bettoni & Partner
2001 folgte der Sprung in die eHealth mit der Übernahme des Management Mandats der HIN (Health Info Net AG), der eHealth-Plattform der Schweizer Ärzteschaft. Unter Federführung der BlueCare wuchs sie zur grössten eHealth-Plattform mit über 15‘000 Teilnehmenden.

Der Pioniergeist im Verbund mit Ärztekasse, FMH, Zur Rose und dem Management hielt an, als ich 2003 zum Verwaltungsrat stiess. Eben hatte man die NewIndex AG gegründet und das TrustCenter-Konzept aufgebaut, 2004 folgten die TrustX Management AG und das Informationssystem TrustX. Damit gab man den Ärzten nach der Einführung des TARMED 2004 die Datenparität für Verhandlungen mit Versicherern. Innert zwei Jahren gelang es, über 10‘000 Praxen einem TrustCenter anzuschliessen.
Nach dieser Aufbruchsphase folgte die Konsolidierung und die Sicherstellung einer unabhängigen, starken BlueCare mit unternehmerischem Fokus. Verstärkt wurde dies ab 2014 durch die Arbeit an BlueConnect, dem System, mit welchem heute bereits 300 Ärzte ihre Praxis einfach digitalisieren. Die unternehmerische Ausrichtung führte zur Ablösung von der Ärztekasse, der FMH und der HIN, 2015 folgte die Anpassung der Aktionariatsstruktur. Die Zur Rose wurde Mehrheitsaktionärin und enger Partner der BlueCare, Walter Hürsch übernahm die Leitung.
 
In dieser neuen Konstellation ergaben sich fruchtbare Initiativen: BlueCare ist Think-Tank und Projektrealisator der Zur Rose, bringt ihre eigenen Systeme BlueEvidence und BlueConnect und die Managed Care- und eHealth-Projekte ihrer Kunden und Partner voran. Wir dürfen auf die kommenden Entwicklungen – stets mit dem Ziel eines effizienteren Gesundheitswesens – gespannt sein.
Ausblick

 Das Gesundheitswesen und die BlueCare – eine Prognose 

Die BlueCare befindet sich in einem Veränderungsprozess, das Gesundheitswesen erlebt eine grosse Transformation. Wo stehen wir in 20 Jahren? CEO Walter Hürsch wagt eine Prognose.
Dr. Walter Hürsch
CEO BlueCare AG,

 Gesundheitsdaten nutzen 

In 20 Jahren ist es akzeptiert, Gesundheitsdaten zugunsten des bestmöglichen Gesundheitswesens zu verwenden: für Forschung, Entwicklung und vor allem für die bessere Betreuung des Patienten. Dies wird eine Fülle an Daten verfügbar machen und ungeahnten Nutzen für das Gemeinwohl generieren. Machine Learning, künstliche Intelligenz und grössere Rechenpower werden Rückschlüsse und Vorhersagen ermöglichen, welche die Erkennung und personalisierte Behandlung von Krankheiten schon im Frühstadium erlauben.

 Spezialist für Digitalisierungsprojekte 

Die BlueCare, bereits heute Daten-Denkfabrik, wird in 20 Jahren genau hier zuhause sein. Sie wird mit ihren Partnern aus der Daten-Wolke Nutzen für das Gesundheitswesen generieren. Ihre Stärke in der Konzeption und Umsetzung und ihre tiefe Verankerung im Gesundheitswesen machen sie zum Partner für neuartige, knifflige Innovations- und Digitalisierungsprojekte. Den Managed Care-Gedanken wird sie mit ihren Partnern in die nächste Generation gebracht haben, wobei statt wie bis anhin Rechnungsdaten neu medizinische Daten im Blickpunkt stehen.
 
Zugegeben: es ist ein Blick in die Kristallkugel, 20 Jahre sind noch weit entfernt. Ich freue mich jedoch schon heute auf die Zukunft der BlueCare und bedanke mich bei unseren Kunden und Partnern herzlich für ihr Vertrauen und ihre langjährige Treue.

 Am Puls der digitalen Transformation 

Die digitale Transformation hat das Gesundheitswesen erreicht. Das Gesetz über das elektronische Patientendossier hat den gesetzlichen Rahmen für die sichere digitale Kommunikation im Gesundheitswesen geschaffen. Langsam finden diese Entwicklungen auch Beachtung in Kliniken, Praxen und Labors. Diskutiert wird längst nicht mehr nur über technologische Innovationen, Anforderungen an Infrastrukturen oder Fragen der Interoperabilität im Datenaustausch zwischen den verschiedenen
Akteuren im Gesundheitswesen, sondern ganz grundlegend über neue Versorgungsansätze.

Das ist auch nötig. Denn unabhängig vom klassischen Gesundheitswesen hat sich längst eine Art Paralleluniversum entwickelt: Die Welt der vernetzten Konsumenten und Patienten. Dieses Paralleluniversum hat neue Werte und Normen geschaffen: offene Kommunikation, die Forderung nach Transparenz und Partizipation. Diese veränderten Ansprüche an Leistungserbringer und Kostenträger stehen im Zentrum einer vernetzten Gesellschaft, von der eine starke transformative Kraft ausgeht.
Prof. Dr. Andréa Belliger
Prorektorin Pädagogische Hochschule Luzern,
Co-Leiterin Institut für Kommunikation und Führung,
Verwaltungsrätin BlueCare AG.
Zertifikatskurse zum Thema eHealth und digitale Transformation: www.ikf.ch
Die Wurzeln dieser digitalen Transformation gründen im Phänomen der «Konnektivität», der zunehmenden Organisation unserer Welt in Netzwerken. Sie bilden den Hintergrund für die Auseinandersetzung mit Gesundheit und Krankheit. Der Umgang mit diesen Themen geschieht nicht mehr isoliert zwischen Fachperson und Patient, Versicherer und Kunde, sondern im komplexen Netzwerk unterschiedlichster Akteure, online und offline.

Netzwerke als neuartige Organisationsform prägen auch das Gesundheitswesen. Interessant ist, dass sich Netzwerke grundlegend von herkömmlichen Systemen unterscheiden: Netzwerke geben beispielsweise keine klaren Rollen und Funktionen vor, sind offen und durchlässig. Sie lassen sich – und das ist eine ernstzunehmende Management- und Leadership-Herausforderung – schlecht «top down» steuern. Ordnung entsteht «bottom up» durch Selbstorganisation. Und während Systeme versuchen, Komplexität durch klare Prozesse, Organigramme und Linienarchitektur zu reduzieren, sind Netzwerke komplex, heterogen und ständig im Wandel begriffen. Daraus schöpfen sie Innovation.

Netzwerke mit digitalen Tools und Prozessen zu unterstützen, ist seit jeher die Kompetenz der BlueCare. Mit der Entwicklung neuer Vernetzungslösungen wie BlueConnect und dem Knowhow im Bereich von Smart Data bleibt BlueCare am Puls der digitalen Transformation im Gesundheitswesen und hilft mit, die integrierte Versorgung für neue Anforderungen fit zu machen. Damit aus «Managed Care» so etwas wie «Connected Care» wird.
 
 

 Kunden der ersten Stunde blicken zurück 

Sondern «Blue» bedeutet sachliche, manchmal hart, doch immer respektvoll ausgetragene Diskurse über Differenzen in Zielen, Mitteln und Lösungsansätzen...
...und «Care» die Pflege einer ebenbürtigen Kooperationskultur, die Gegensätze nicht scheut und doch das Gemeinsame nie vergisst.
«Blue» heisst kühlen Kopf bewahrendes, zielorientiertes Arbeiten auf der Suche nach Wegen für die Ärzteschaft zu neuen Horizonten...
...und «Care» sicherndes, solidarisches Vorangehen in der Seilschaft mit den noch jungen ärzteeigenen Strukturen.
«Blue» meint nicht einlullende Harmonie oder gar naive Reise ins Blaue...
...und «Care» keine bemutternde Bevormundung der Partner.
Dr. med. Erich Honegger
Verwaltungsratspräsident eastcare AG, Hausarzt
Die BlueCare war einer der Erfolgsfaktoren bei der Gründung und eine der wichtigsten Wegbegleiterinnen der ersten Stunde der hawadoc AG. Als Mitaktionärin
war sie dabei im strategischen sowie operativen Management involviert.

Für die BlueCare war stets klar: Ärztenetze und Hausarztmodell funktionieren nur von der Basis getragen, und unter Kombination von medizinischem
und betriebswirtschaftlichem Wissen. Damit war die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Ärzten und Ökonomen in der Managed Care-Szene Schweiz geboren. Mit gegenseitigem Respekt
gestalteten Ärztinnen und Ökonomen Prozesse, Strukturen und Verträge und konzipierten ein Informationssystem für die Abwicklung des Hausarztmodells. Auch die Softwareentwicklung
übernahm die BlueCare.
In unseren Anfängen genossen wir Gastrecht bei der BlueCare und waren so in einer innovativen Ideen- und Umsetzungswerkstatt eingebunden. Dass wir nach der Startup-Phase auf eigenen Füssen
stehen wollten, unterstützte die BlueCare. Noch heute verbindet uns eine äusserst verlässliche, befruchtende und partnerschaftliche Zusammenarbeit.

Die Arbeit von BlueCare war immer gezeichnet von Pioniergeist, hoher Professionalität und Top-Qualität. Dafür möchte ich dem ganzen Team im Namen
der hawadoc AG herzlich danken und wünsche viel Erfolg zum 20. Geburtstag!
Yves Broccon
Geschäftsführer hawadoc AG

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 Oder rufen Sie uns an: 
 052 235 19 35 

Dieser Beitrag stammt aus dem BluePrint #4 - November 2017

BlueCare heisst für eastcare zuerst und zuletzt verlässliche, erfolgreiche Partnerschaft!
Und darum sagt eastcare – bewusst doppelsinnig: BlueCare sei Dank!

 

 
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