"Steinzeit- Kommunikation der Hausärzte: Dieses Gerät* verursacht Kosten von 100 Millionen&quo


Die Zukunft ist digital, ganz klar. Doch nicht überall werden neue Technologien euphorisch angenommen. Beispiel Hausärzte: Statt digital zu kommunizieren, setzen viele nach wie vor auf das gute alte Faxgerät.

Der Verband Schweizer Haus- und Kinderärzte (MFE) schätzt,

dass rund 40 Prozent der Hausärzte die Patientenunterlagen ins Spital faxen. Die Konsequenz: Spitäler müssen die Infos von Hand ins Computer-System eintragen.

Die Arbeit wird doppelt gemacht. Wie kommt das? «Wegen des Nachwuchsmangels haben die Hausärzte ein relativ hohes Durchschnittsalter», erklärt Alex Steinacher (50) von MFE.

Durchschnittsalter 55

Laut einer Umfrage des Verbands war letztes Jahr der durchschnittliche Hausarzt in der Schweiz 55 Jahre alt. Zehn Jahre zuvor lag der Schnitt noch bei 51 Jahren. Kommt dazu, dass die Hälfte nach der Pension weiter praktizieren wird.

Ärzte investierten im höheren Alter nicht noch in neue Technik, sagt Steinacher. Zudem seien viele Software-Lösungen zu wenig ausgereift und untereinander inkompatibel. «Umgestellt wird erst, wenn die Systeme wirklich etwas taugen.»

Philip Sommer (32) kennt das Problem: «Solange die Ärzte ihre Krankengeschichten auf Papier führen, ist der Fax ein bequemes Kommunikationsmittel», erklärt der Gesundheitsexperte vom Beratungsunternehmen PwC.

Für ihn überwiegen die Vorteile einer elektronischen Datenerfassung klar: «Sie reduziert Fehlerquellen und erhöht damit die Patientensicherheit.» Auch unnötige Mehrfachuntersuchungen gäbe es wenig.

Eine elektronische Kommunikation ist zudem günstiger. PwC rechnet, dass alleine durch elektronische Datenübermittlung zwischen Ärzten und Spitälern 100 Millionen Franken gespart werden könnten – pro Jahr.

* Für unsere jüngeren Leser: Mit einem Fax (Kurzform von Telefaksimile) werden Dokumente übertragen. Früher druckte er ekliges Thermopapier aus, heute Normalpapier. Ab Anfang der 1990er Jahre stand ein solches Gerät in fast jedem Büro. Heute macht mans in der Regel digital per E-Mail.

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