CEO Walter Hürsch im Tages-Anzeiger Interview


Die aktuellen Veränderungen im Gesunhdeitswesen bleiben nicht unbemerkt - auch der Tagesanzeiger berichtet in der Beilage vom 29.6.2017 darüber. Im Interview mit Walter Hürsch, CEO der BlueCare.

Was, Herr Hürsch, versprechen Sie sich

vom elektronischen Datenaustausch im Gesundheitswesen? Im Gesundheitswesen gibt es eine zunehmend stärkere Spezialisierung. Dass Allgemeinmediziner, Spezialisten, Therapeuten und Pflegende zusammenarbeiten, ist daher für die Behandlung der Patienten immer wichtiger. Um dabei die hohe Behandlungsqualität zu gewährleisten, braucht es den elektronischen Datenaustausch und geeignete Technologien, welche die Zusammenarbeit unterstützen.

Wie sehen Sie die Chancen, dass sich der elektronische Datenaustausch durchsetzen wird? Dieser ist ein Gebot der Zeit. Einerseits löste das Gesetz über das elektronische Patientendossier einen Digitalisierungsschub im Gesundheitswesen aus. Andererseits wollen Patienten bei Entscheidungen über die Behandlung stärker einbezogen werden. In den Spitälern und den grösseren Praxen ist intern schon viel geschehen.

In den meisten Arztpraxen ist die Situation aber anders: Die Krankengeschichte wird häufig auf Papier geführt, der Datenaustausch erfolgt per Fax. Damit sich der elektronische Datenaustausch auch hier durchsetzen kann, braucht es gute Lösungen, welche den Praxen Vorteile bringen.

Stichwort Prozessoptimierung in Arztpraxen: Wo stehen wir derzeit? Die administrativen Arbeitsabläufe sind in vielen Arztpraxen umständlich organisiert. Medizinische Dokumente treffen via Fax, Post oder Mail ein, werden ausgedruckt, damit der Arzt sie visieren kann, und danach wieder eingescannt.

Das kostet Zeit und Geld. Für die Kosten müssen die Versicherten aufkommen. Mit einem

nützlichen Tool wie unserem Blue Connect können Arztpraxen komplett digital arbeiten, ihre Prozesse schlanker gestalten und Informationen sicher mit anderen Ärzten, Spitälern oder Patienten austauschen. Wo orten Sie allfällige Risiken? Werden Lösungen für das elektronische Patientendossier oder Systeme zum Datenaustausch entwickelt, ohne Ärzte, Praxen, Spitäler und Patienten einzubeziehen, wird es schwierig. Und natürlich steht der Datenschutz über allem, was in Zeiten von Hackern und Internetkriminalität eine Herausforderung ist.

Wie kann denn die Datensicherheit nachhaltig gewährleistet werden? Aufseiten der Spitäler garantiert die Swisscom-Health-Plattform die Datensicherheit, für Praxisärzte und andere niedergelassene Leistungserbringer ist es die HIN-Technologie. Zudem geht es darum, bei allen Personen, welche mit persönlichen Daten zu tun haben, das Bewusstsein für deren Schutz zu schaffen und organisatorische Sicherheitsvorkehrungen zu treffen.

Wo sehen Sie noch zusätzliches Optimierungspotenzial? Auch der Informationsaustausch zwischen Ärzten und Spitälern erfolgt heute vielfach via Fax oder Mail. Mit dem digitalisierten, strukturierten Austausch wäre es viel effizienter, relevante Daten ins Computersystem der Klinik aufzunehmen.

Gibt es weitere Möglichkeiten, die Situation für die Patienten zu verbessern? Die heute verfügbaren Technologien könnten die Behandlung gerade chronisch kranker Patienten deutlich optimieren. Daher arbeiten wir mit unseren Partnern an einem Projekt, um den Hausarzt mittels Data-Intelligence-Methoden bei der Behandlung solcher Patienten zu unterstützen.

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