Februar 2018 - Tipp 37

 Exkurs "Elektronisches Patientendossier" 

Das «Bundesgesetz über das elektronische Patientendossier» (EPDG) ist in Kraft. Nun muss eine EPD Infrastruktur entstehen, damit Fachpersonen sowie Patienten es nutzen können. Spitäler, Niedergelassene und Anbieter bereiten sich vor.

Im Detail ist vieles unklar, doch erste Elemente der Infrastruktur zeichnen sich deutlich ab. 

 Gemeinschaften und eHealth-Plattformen 

Schweizweit haben sich mehrere Gemeinschaften organisiert: axsana in den Kantonen Zürich und Bern, eHealth im Aargau, die eHealth Südost, die AD Swiss und weitere. Diese Gemeinschaften sind Firmen, welche für die Fachpersonen und Institutionen einer Region oder eines Sektors die technische EPD-Infrastruktur als eHealth-Plattform bereitstellen, häufig im Auftrag eines Trägervereins. Dazu greifen sie auf die Technologie eines Anbieters zurück. In der Schweiz gibt es deren drei: Die Swisscom, die schweizerische Post und die BINT AG. Alle so entstehenden eHealth-Plattformen werden ein Patientendossier enthalten, sowie weitere Funktionen wie ein elektronisches Impfdossier oder einen Medikamentenplan.

 Damit Niedergelassene mitmachen können 

Aufgrund der doppelten Freiwilligkeit sind die niedergelassenen Ärzte zwar nicht verpflichtet, sich dem EPD anzuschliessen, jedoch werden sie ihre Daten auf Wunsch der Patienten in die eHealth-Plattformen einfliessen lassen müssen. Dies muss digital und strukturiert erfolgen. Um die Praxen dazu zu befähigen, gibt es einige Ansätze, einer davon ist BlueConnect. Die Kunst dabei ist es, der Praxis damit primär Nutzen und nicht Mehraufwand zu generieren. 

 Nutzen und Digitalsierung für die Praxis 

Exakt darauf war BlueConnect von Anfang an ausgerichtet: den Praxen Nutzen durch die digitale Arbeit zu bringen und gleichzeitig den späteren Anschluss an die eHealth-Plattformen und das EPD zu gewährleisten. Nutzen bringt BlueConnect, das zeigen die Rückmeldungen unserer Kunden. Im Dezember 2017 wurden täglich über 4‘000 Dokumente via BlueConnect ausgetauscht. 

 Zusammenarbeit mit den Anbietern 

Sobald die eHealth-Plattformen bestehen, wird BlueConnect den Austausch gewährleisten. Machbarkeitsstudien und Umsetzungsspezifikationen bestehen bei allen grossen Anbietern sowie bei einigen Praxissoftware-Anbietern. Die Schweizerische Post beispielsweise schreibt: «BlueConnect von BlueCare ist für die gerichtete Kommunikation kompatibel mit der E-Health Collaboration Plattform der Post. Im Rahmen einer eHealth Trägerschaft bzw. (Stamm-)Gemeinschaft, welche die E-Health Collaboration Plattform der Post einsetzt, kann BlueConnect so für die Zuweisung ambulant-stationär genutzt werden.»

Dieser Artikel ist aus dem BluePrint #4 vom November 2017 entnommen. Zum BluePrint.

Wie kann sich Ihre Institution auf das EPD vorbereiten?

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